
Deutscher Marketing Tag 2026: Marke Deutschland – und was das für Frankfurt bedeutet
Der Deutsche Marketing Tag 2026 war mehr als ein Branchentreffen. Er hat gezeigt, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die Marke Deutschland sind – und wie groß die Bereitschaft ist, sie gemeinsam weiterzuentwickeln. Er war ein Ort der Auseinandersetzung mit einer großen Frage: Was ist die Marke Deutschland – und wie wollen wir sie gemeinsam gestalten?
Denn Marke entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern durch Haltung, klare Prioritäten und den Willen, Zukunft aktiv zu formen. Es geht darum, vorhandene Potenziale zu nutzen und neue zu schaffen.
Die Marke Frankfurt: Vielfalt als Stärke – und Herausforderung
Der Marketing Club Frankfurt setze mit einem hochkarätig besetzten Panel ebenfalls ein Zeichen in der Diskussion und stellte die Frage: Was ist eigentlich die Marke Frankfurt?
Der Tenor auf dem Podium war klar: „Wer Frankfurt liebt, weint zweimal – wenn er kommt und wenn er geht.“
Unter der Moderation von Carsten Knop, Herausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung, diskutierten Patricia C. Borna, Geschäftsführerin IHK Frankfurt am Main, Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt, Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Alicja Feltens, Präsidentin Marketing Club Frankfurt, Mike Josef, Oberbürgermeister Stadt Frankfurt am Main und Florian Rentsch, Sonderbeauftragter des Hessischen Ministerpräsidenten für den Finanzplatz Frankfurt über eine Stadt, die so vieles ist – und genau darin ihre größte Herausforderung trägt.
Frankfurt lebt von seiner Vielfalt. Internationaler Finanzplatz. Globales Verkehrs-Drehkreuz. IT-Hochburg. Weltweit größter Messe-Standort. Kulturmetropole. Heimat mit Weltstadtflair. Moderne, sozial geprägte Lebensform. Genau diese Vielschichtigkeit ist Stärke und Herausforderung zugleich.
Frankfurt steht für vieles – und bleibt dadurch an manchen Stellen ungreifbar. Was fehlt, ist ein klares, wiedererkennbares Narrativ welche die Besonderheit dieser Stadt beschreibt, ohne zu versuchen, alles unter einen Hut zu bringen.
Gleichzeitig wurde deutlich: Wir können stolz sein auf die vielen Menschen, die Frankfurt kennen und lieben. Diese Menschen sind die stärksten Markenbotschafter unserer Stadt.
Der Marketing Club Frankfurt hat sich genau das auf die Fahne geschrieben: Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Kultur wollen wir die Marke „Frankfurt” weiterentwickeln, schärfer positionieren – und vor allem deutlich lauter kommunizieren. Die Diskussion beim Deutschen Marketing Tag hat gezeigt: Das Bewusstsein ist da. Jetzt geht es darum, den nächsten Schritt zu gehen.
Deutscher Marketing Preis: Verantwortung sichtbar gemacht
Mit der Verleihung des Deutschen Marketing Preises (DMP) wurde sichtbar, was diesen Tag geprägt hat: Verantwortung zu übernehmen – für Marken, für Unternehmen, für Menschen und für die Marke Deutschland.
Nominiert waren: Robert Bosch GmbH · dm-drogerie markt · IKEA · Sixt · Weleda AG
Der diesjährige Preisträger: IKEA.
IKEA-CMO Heiko Klauer nahm den Preis von Jesko Perrey entgegen und betonte: „Die Marke wird nicht nur im Marketing gemacht, sondern jeden Tag in den zahlreichen Einrichtungshäusern.“
Ebenfalls ausgezeichnet wurde Energie SaarLorLux AG für die Kampagne „Schwenk’ um“ mit dem Best of BVMC Award.
Doch der Abend war mehr als eine Preisverleihung.
Er war der Moment, in dem Gespräche weitergeführt, Gedanken vertieft und neue Verbindungen geschaffen wurden. Die Idee der Marke Deutschland endet nicht mit diesem Tag.
Sie wirkt weiter. Am 17. Februar 2027 gehen wir in die zweite Runde unter dem Leitmotiv „Marke Deutschland“.
📸 credits: Axel Gross + BVMC






