Gamification: Spielen für die Wissenschaft

Schwarmintelligenz hilft ESA, 13 Millionen Mondkrater zu lokalisieren

Was haben Computerspiele mit Mondlandungen zu tun? Eine ganze Menge. Denn manchmal lösen Gamer Probleme, bei denen die Wissenschaft mit klassischen Methoden an ihre Grenzen stößt.
Am 16. Oktober zeigt HOCI BROADCASTING, wie Gaming zum Werkzeug für Wissenschaft und Raumfahrt wird. Gastredner ist Prof. Stephan Jacob von der Hochschule Darmstadt (h_da).
Für zukünftige Mondmissionen müssen geeignete und sichere Landeplätze möglichst genau lokalisiert werden. Herkömmliche wissenschaftliche Verfahren erreichten dabei bislang nur eine Genauigkeit von etwa 70 Prozent.

Die Idee aus Darmstadt: Warum nicht Tausende Menschen mitspielen lassen? Für die ESA wurde ein Game entwickelt, bei dem Spieler auf realen Aufnahmen der Mondoberfläche Krater lokalisieren und
markieren. So wird Gaming zu Citizen Science und Schwarmintelligenz.Das Ergebnis ist beeindruckend: mehr als 13 Millionen lokalisierte Krater in einem Jahr. 80-mal mehr Daten als zuvor, 95 Prozent Präzision – bei nur rund einem Prozent der bisherigen Kosten.

Das Prinzip funktioniert auch bei anderen Aufgaben: Game-Technologie aus Hessen hilft beispielsweise bereits dabei, Weltraumschrott für ESA und NASA sichtbar und analysierbar zu machen.
Prof. Stephan Jacob zeigt, warum Games längst mehr sind als Unterhaltung – und was Wissenschaft und Wirtschaft von der Games-Branche lernen können. Die Teilnahme ist kostenlos, aber die Plätze vor Ort
sind limitiert.

 

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Marken gestalten  und führen – ob in der Kreativwirtschaft oder in der Industrie. Sie wird im bewährten 3-in-1-Format umgesetzt: live vor Ort im Lichthof der IHK Frankfurt, im Livestream auf YouTube und später on demand abrufbar über die CLUK-Website oder ebenfalls auf YouTube.

Die Teilnahme ist kostenlos, aber die Plätze vor Ort sind limitiert. Sichere Dir jetzt Deinen Platz!