Marketing Barometer März 2010

Marketing Barometer verspricht beständiges Wirtschaftswetter

Marketing-Entscheider bestätigen positive wirtschaftliche Stimmung / Frage des Monats: Marketing in Deutschland braucht Sprachrohr

 

Die Marketing-Experten des Marketing Club Frankfurt haben auch im März ihre Meinungen und Kommentare zur derzeitigen Wetterlage im Marketing abgegeben und sind damit wieder die Frühindikatoren der wirtschaftlichen Stimmung.

Das Ergebnis bleibt stabil. Wie schon im Februar zeigt das Frankfurter Marketing-Barometer® auf einer Skala von minus bis plus Hundert erfreuliche 46 Punkte. Dabei nähern sich die Einschätzungen aus Auftraggeber- und Auftragnehmersicht im Vergleich zum Vormonat an. Die Marketiers in Frankfurt bleiben also bei ihrer positiven Einschätzung.

Bei der Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage des eigenen Unternehmens vergeben 47 Prozent die Note gut, genauso viele ein befriedigend. Nur sechs Prozent bewerten die Lage als schlecht. Bei der zukünftigen Geschäftsentwicklung ist eine eindeutig steigende Tendenz zu erkennen, gut zwei Drittel der Befragten beurteilen die zukünftige Geschäftsentwicklungen inzwischen positiv, nur zwei Prozent schlecht.

„Die Marketing-Experten bleiben optimistisch", so Claudio Montanini, Präsident des Marketing Club Frankfurt, „auffallend ist, dass der Anteil der Einschätzungen für ‚gut' und für ‚schlecht' gleichermaßen rückläufig sind. Insgesamt überwiegen aber eindeutig die positiven Erwartungen. Die Auftraggeber schätzen die Entwicklung ihrer Marketing-Investitionen übrigens deutlich positiver ein als die Auftragnehmer. Falls den Worten der Auftraggeber auch Taten folgen, wird die Stimmung sicher noch positiver werden."

Ein eher gespaltenes Ergebnis erbrachte die „Frage des Monats": „Braucht das Marketing in Deutschland ein Sprachrohr? Falls ja, wer sollte die Interessen der Marketiers vertreten?" 58% der Teilnehmer beantworten dieses mit „Ja". Viele sehen diese Aufgabe aber bereits vom Deutschen Marketing-Verband und vor allem den regionalen Marketing Clubs erfüllt. Ein Votum, das der Marketing Club Frankfurt auch als Bestätigung der eigenen Arbeit wertet.

Ausführliche Informationen zum Marketing Barometer gibt es bei: HORIZONT.

Fachliche Beratung und Konzeption: Dr. Ottmar Franzen, Konzept & Markt GmbH.

Das letzte Marketing Barometer finden Sie im Archiv.

 


Detailauswertung mit Auftraggeber- und Auftragnehmer-Index

Marketing Barometer Februar 2010 Frage des Monats Antwort Prozent
Gesamt-Index 46 Alle Befragten JA
NEIN
58%
42%
Auftraggeber-Index 48 Auftraggeber JA
NEIN
68%
32%
Auftragnehmer-Index 44 Auftragnehmer JA
NEIN
52%
48%

Hier die Werte im Einzelnen:

 

Total:

Wie beurteilen Sie die derzeitige Geschäftslage in Ihrem Unternehmen?
gut 47% befriedigend 47% schlecht 6%

Wie schätzen Sie Ihre Erwartungen hinsichtlich der Marketing-Investitionen bei Ihren
Auftraggebern / Ihrem Unternehmen ein?

gut 38% befriedigend 57% schlecht 4%

Wie schätzen Sie die zukünftige Geschäftsentwicklung
Ihres Unternehmens ein?

gut 64% befriedigend 34% schlecht 2%



Frage des Monats

Braucht das Marketing in Deutschland ein Sprachrohr? Falls ja, wer sollte die Interessen der Marketiers vertreten?

Ausgewählte Antworten der Marketing-Experten:

"Der Begriff Marketing scheint in der Öffentlichkeit immer noch eher negativ besetzt zu sein, weil viele dahinter nichts als unseriöse Manipulation vermuten. Dass es beim Marketing im Kern um die konsequente Ausrichtung von Unternehmen und Marken an den Bedürfnissen der Märkte und Kunden geht, ist den wenigsten bewusst. Diese Zusammenhänge zu verdeutlichen wäre sinnvoll für eine Versachlichung einiger Debatten, und nicht zuletzt ehrenrettend" für uns Marketiers."

Lars Wöbcke, Communication & Corporate Marketing Director, Nestlé Deutschland AG

"Ein Medium, das fundiert, qualitativ hochwertig die Themen und Fragestellungen der Marketers mit Breitenwirkung aufbereitet - wie HORIZONT"

Markus Gotta, Bereichsgeschäftsführer, Deutscher Fachverlag GmbH

"Es gibt m.E. genügend gute Interessenverbände, z.B. die deutschlandweiten Marketing Clubs, die gute Arbeit leisten."

Michaela Schultheiß-Münch, FraSec Fraport Security Services

"Ich denke, das Marketing in Deutschland braucht eine Lobby. Der Deutsche Marketing Verband sollte dies übernehmen. Es gibt ihn ja bereits als etablierte Organisation und die notwendige Infrastruktur für Presse-/PR-arbeit ist wohl auch schon vorhanden."

Thordem Scharfschwerdt, Manager Marketing Communication, Fidelity Worldwide Investment

"Jeder einzelne Marketing Club in Deutschland in Abstimmung mit dem DMV - denn wenn nicht wir, wer denn sonst?"

Christoph Fay, Leiter Konzern Hochschulmarketing, Deutsche Lufthansa AG

"Markenverband, Deutscher Markekting Verband u.s.w. die Vielzahl der Sprecher verstärkt das Schweigen."

Patrick W. Diemer, Vorsitzender der Geschäftsführung, Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH

"... hat es das nicht mit dem/den Marketing-Club(s) und den jeweiligen Aktivitäten schon?"

"Über Marketing und seine Möglichkeiten aber auch Grenzen herrscht ein diffuses Bild. Dieses kann über ein Sprachrohr besser beeinflußt und mit neuen Impulsen versehen werden."

Michael Meckel, Geschäftsführer, Trifels Verlag GmbH

"Überregional: der DMV. Regional seine über 60 angeschlossenen Clubs. 14.000 Mitgliedsstimmen sollten laut genug sein..."

Ludwig Hoos, Inhaber, Ludwig Hoos Ideen & Produkte

"Das Ergebnis des Marketings - spitze Strategien, erfolgreiche Neuprodukte und gute Kampagnen sprechen für sich. Ausserdem gibt es doch schon genug Verbände rund um das Thema Marketing."

Beate Hofmann, Gesellschafterin, Strategiesalon GmbH

"Der Marketing Club ist das natürliche Sprachrohr für das Thema Marketing."

Albert Klein, Geschäftsführer, InsightOut GmbH

"Der Marketingverband ist als Interessenvertretung gut aufgestellt und sollte daran arbeiten, weiter an Gewicht" zuzulegen und als Sammelbecken offen zu sein für unterschiedlichste Einflüsse. Sicherlich haben wir eine bunte Patchwork-Marketing-Welt, aber in der Bündelung liegt Kraft für Professionalisierung, Image, Anerkennung, Weiterentwicklung, Vielfalt, Qualitätsanspruch... "

Carmen Abraham, pers. haftende Gesellschafterin, talentwaerts kg

"Ja, die Marketing-Clubs - Weil Marketing immer noch nicht in allen Unternehmen Chef-Sache ist, bzw. keine entsprechend wichtige Position im Vorstand hat."

Björn Hegner, Geschäftsführender Gesellschafter, DAS STUDIO Torsten Hegner GmbH

"Gut gemachtes Marketing spricht von selbst - und das Publikum (auf Orientierungssuche) ist mehr den je für Marken empfänglich."

Katharina Starlay, Corporate Imageberaterin + Modedesignerin, Starlay Corporate Couture

"Marketing muss erst einmal durch Erfolg überzeugen, nicht durch Lobby-Arbeit."

Christian Holst, Leiter Dialog Forschung, Siegfried Vögele Institut

"Sprachrohr sollte der Deutsche Marketing Verband sein. Und hier die prominentesten Mitglieder. Ggf. sollte der DMV sympathische Testimonials, Sportler, Schauspieler, Künstler, die von derzeitigen Mitgliedsunternehmen gesponsert werden, als gefÖrderte Mitglieder gewinnen. Wenn diese mit Herzblut für den Marketinggedanken einstehen, sind sie als ideale Fürsprecher für das Marketing geeignet."

Dr. Ottmar Franzen, Geschäftsführer, Konzept & Markt GmbH

"Vertreten sollte die Interessen der Deutsche Marketing-Verband, der Berufsverband des Marketing-Managements. Kein anderer Verband dieser oder ähnlicher Ausrichtung verfügt über ein derart umfangreiches Know how in Sachen Marketing."

Saskia Winkelmann, Geschäftsführerin, PSM&W Kommunikation GmbH

"Ja, weil Marketing in vielen Unternehmen immer noch als add on in guten Zeiten gesehen wird, statt als nötiger Antrieb für den Geschäftsmotor."


Über das Frankfurter Marketing Barometer®:

Seit vielen Jahren dienen Indices zum Geschäftsklima der Bewertung der Konjunktur. Ihre Relevanz gewinnt insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten an Bedeutung.

Als Marktführer innerhalb des Deutschen Marketing-Verbands repräsentieren wir mit unseren knapp 1.000 Mitgliedern, darunter hochkarätige Marketing-Entscheider, Wirtschaftsführer und Multiplikatoren, unsere Branche.

Das Rhein-Main-Gebiet mit der „Marketing-Hauptstadt Frankfurt“ steht darüber hinaus für die wirtschaftsstärkste und international bestens vernetzte Dienstleistungsregion in Deutschland. Mit dem Frankfurter Marketing Barometer® ermittelt der Marketing Club Frankfurt einen Frühindikator für die wirtschaftlichen Erwartungen im Marketing. Marketiers nehmen wirtschaftliche Veränderungen besonders frühzeitig wahr: Beim drohenden Abschwung werden als erstes die Marketing-Budgets gekürzt, beim zarten Aufschwung florieren die Marketing-Investitionen – Marketiers sind Seismologen der Wirtschaft.

Die Idee besteht darin, die Marketingkonjunktur als Frühindikator wirtschaftlicher Prosperität zu deuten. Dabei unterscheiden wir zwischen Marketing-Auftraggebern und -Auftragnehmern. Zusätzlich zur Abfrage der Wirtschaftsstimmung bzw. -erwartung stellen wir eine aktuelle Frage zu einem Tagesthema. Als Medienpartner für die Veröffentlichung des Marketing Barometer konnten wir HORIZONT gewinnen, die das Thema auch redaktionell aufbereiten. Die Umfrage findet einmal im Monat online statt und dauert nicht länger als eine Minute.


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