Marketing Barometer Januar 2010
Tendenz Heiter: Geschäftsklima erreicht Höchstwert
Sonnige Aussichten für die Konjunktur / Frage des Monats: Marketing-Entscheider sehen 2010 vor allem Chancen

Mit einem positiven Wert von 42 erreicht das Frankfurter Marketing Barometer seinen bislang höchsten Wert. Im September vergangenen Jahres lag der "Luftdruck" noch bei bescheidenen plus 7. Seitdem verbesserte sich die positive Erwartung unter den Teilnehmern des Marketing Barometer von Monat zu Monat. Auftraggeber und Auftragnehmer sind sich zudem einig: die Stimmung ist gut und wird 2010 noch besser.
Rund 97 Prozent der Befragten aus Unternehmen und Agenturen beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage als gut (42 Prozent) oder befriedigend (54 Prozent). Nur 3 Prozent schätzen ihre Situation als schwierig ein. Alle sind sich einig, dass es nicht mehr schlechter wird und prognostizieren für die Zukunft gute oder zumindest zufrieden stellende Geschäfte.
Die Frage des Monats zielt in die gleich Richtung und bestätigt die durchweg verbesserte Stimmung: 89 Prozent sehen 2010 mehr Chancen als Risiken. Hier sind sich Auftraggeber und Auftragnehmer sogar einig. Mit einer klareren Prognose kann man eigentlich nicht in einer neues Jahr starten. Der Marketing Club Frankfurt wünscht weiterhin alles Gute für 2010!
Ausführliche Informationen zum Marketing Barometer gibt es bei: HORIZONT.
Fachliche Beratung und Konzeption: Dr. Ottmar Franzen, Konzept & Markt GmbH.
Das letzte Marketing Barometer finden Sie im Archiv.
Detailauswertung mit Auftraggeber- und Auftragnehmer-Index
| Marketing Barometer | Januar 2010 | Frage des Monats | Antwort | Prozent |
| Gesamt-Index | 42 | Alle Befragten | JA NEIN |
88% 12% |
| Auftraggeber-Index | 40 | Auftraggeber | JA NEIN |
88% 12% |
| Auftragnehmer-Index | 45 | Auftragnehmer | JA NEIN |
89% 11% |
Hier die Werte im Einzelnen:
Total:
Wie beurteilen Sie die derzeitige Geschäftslage in Ihrem Unternehmen?
gut 43% befriedigend 54% schlecht 3%
Wie schätzen Sie Ihre Erwartungen hinsichtlich der Marketing-Budgets bei Ihren
Auftraggebern / Ihrem Unternehmen ein?
gut 26% befriedigend 68% schlecht 6%
Wie schätzen Sie die zukünftige Geschäftsentwicklung
Ihres Unternehmens ein?
gut 68% befriedigend 32% schlecht 0%
Frage des Monats
Sehen Sie 2010 mehr Chancen als Risiken im Marketing?
Ausgewählte Antworten der Marketing-Experten:
"Weil das Glas halb voll ist, nicht halb leer."
Kai Hattendorf, Bereichsleiter Unternehmenskommunikation, Messe Frankfurt GmbH
"Weil insbesondere kritische Situationen und Umgebungen viele Chancen in sich tragen. Auf zu Gutem und Neuem."
Dipl.-Kfm. Ramona Qualitz, Senior Online Manager, T-Systems International GmbH
"No Change without Pain. Die Debatte über die Wertschäpfung der Kommunikation ist in vollem Gange. Die komplexe Medienwelt braucht eine klare Haltung, Leidenschaft und viel strategische Kompetenz! Wer sich jetzt richtig aufstellt, kann nur gewinnen."
Tobias Kirchhofer, Geschäftsführer, BlueMars
"Dies läßt sich nicht grundsätzlich mit einem ja oder nein beantworten. Es gibt Unternehmen,die klare Ziele und Budgets geplant haben und auf Angriff aufgestellt sind. Andere sind aufgrund der Ergebnisse 2009 noch in der Plan-Revision. Unsicherheit wird zumindest im 1. Halbjahr noch anhalten."
Eugen Kern, Geschäftsführer, G2 Germany GmbH
"In Krisenzeiten ist das Marketing das Elixier eines jeden Unternehmens."
Thorsten Seliger, Manager, denkform® GmbH
"Der Sparwahn geht zu Ende. Es muss wieder Umsatz gemacht werden."
Hartmut Sannecke, Interim Manager, taskforce - Management on Demand AG
"Krisenzeiten nutzen viele als Möglichkeit, angestammte Gewohnheiten und Prozesse zu hinterfragen. Dies bietet Chancen für neue und innovative Lösungen und somit für nachhaltiges Wachstum."
Thordem Scharfschwerdt, Manager Marketing Communication, Fidelity Worldwide Investment
"Weil man in schwierigen Zeiten auch einmal ungewöhnliche, neue Wege gehen kann und muss, um Geschäft zu generieren!"
Gyde Brix, Leiterin Marketing, Vertrieb & Kooperationen, Lufthansa WorldShop GmbH
"In 2010 werden allgemein wieder höhere Marketingbudgets vorhanden sein und viele Firmen, die sich letztes Jahr stark zurück gehalten haben, werden 2010 ihre Engagegements erhöhen."
"Antizyklisches Verhalten ist gefragt. In dieser Zeit benötigt man einmal mehr effizientes und nachhaltiges Marketing. Dieser Anspruch ist förderlich für die Arbeit und konzentriert aufs Wesentliche."
Michael Meckel, Geschäftsführer, Trifels Verlag GmbH
"Marketing muss aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen neue Wege gehen - innovative Werbeformen, effiziente Möglichkeiten der Kundenansprache, weg von überholten und lange nicht mehr wirksamen Maßnahmen. Hier liegen klare Chancen. Riskant wae es, nichts zu verändern und den alten Weg weiter zu gehen."
"Weg von den negativen Nachrichten. Kommunikation sollte und kann in 2010 gerade mit motivierenden und postiven Aussagen bei Konsumenten und Einkäufern punkten. Mut zum Optimismus!"
Christian Kersten, Executive Director, Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH
"Leichte Erholung der WeltWirtschaft und Umstrukturierung in vielen Sektoren."
Lutz Raettig, Morgan Stanley Bank AG
"Budgetknappheit und reduzierte Ressourcen können der kreative Nährboden sein, alte Mechanismen in Frage zu stellen, neue Wege und Möglichkeiten zu suchen und entsprechend anzugehen."
Anna Christina Reichert, United Internet Media AG
"Die technischen Möglichkeiten und das Umfeld, das sich u.a. durch das Internet entwickelt, machen es möglich, den Kunden selbst in höchstem Maße in den Marketingprozess mit einzubinden. Unternehmen, die dieses das letzte Jahr erkannt haben, haben in 2010 die größten Chancen."
Markus O. Huber, Leiter Innovation und neue Geschäftsfelder, Rhein-Main Verkehrsverbund GmbH
"Nach der Finanzkrise ist kaum noch etwas, wie es war und der Kommunikationsbedarf groß."
Anette M. Quentel, Partnerin, Fremde Federn · Köddermann & Quentel GbR
Über das Frankfurter Marketing Barometer®:
Seit vielen Jahren dienen Indices zum Geschäftsklima der Bewertung der Konjunktur. Ihre Relevanz gewinnt insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten an Bedeutung.
Als Marktführer innerhalb des Deutschen Marketing-Verbands repräsentieren wir mit unseren knapp 1.000 Mitgliedern, darunter hochkarätige Marketing-Entscheider, Wirtschaftsführer und Multiplikatoren, unsere Branche.
Das Rhein-Main-Gebiet mit der „Marketing-Hauptstadt Frankfurt“ steht darüber hinaus für die wirtschaftsstärkste und international bestens vernetzte Dienstleistungsregion in Deutschland. Mit dem Frankfurter Marketing Barometer® ermittelt der Marketing Club Frankfurt einen Frühindikator für die wirtschaftlichen Erwartungen im Marketing. Marketiers nehmen wirtschaftliche Veränderungen besonders frühzeitig wahr: Beim drohenden Abschwung werden als erstes die Marketing-Budgets gekürzt, beim zarten Aufschwung florieren die Marketing-Investitionen – Marketiers sind Seismologen der Wirtschaft.
Die Idee besteht darin, die Marketingkonjunktur als Frühindikator wirtschaftlicher Prosperität zu deuten. Dabei unterscheiden wir zwischen Marketing-Auftraggebern und -Auftragnehmern. Zusätzlich zur Abfrage der Wirtschaftsstimmung bzw. -erwartung stellen wir eine aktuelle Frage zu einem Tagesthema. Als Medienpartner für die Veröffentlichung des Marketing Barometer konnten wir HORIZONT gewinnen, die das Thema auch redaktionell aufbereiten. Die Umfrage findet einmal im Monat online statt und dauert nicht länger als eine Minute.






