Marketing Barometer Februar 2010

Weiter sonnig: Marketing Barometer klettert auf 46

Schön-Wetter-Trend hält an / Frage des Monats: iPad von Apple wird Printmedien nicht den Rang ablaufen

 

Marketing Barometer Februar 2010
Nochmals um vier Punkte legt das Februar-Barometer im Vergleich zum Vormonat zu und erreicht jetzt einen recht optimistischen Wert von 46. Der "Schön-Wetter-Trend" hält also an.

Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen die zukünftige Geschäftsentwicklung positiv. Allerdings sind die Auftragnehmer mit 62 Prozent etwas verhaltener als die Auftraggeber mit 77 Prozent. Auch insgesamt bewerten die Auftragnehmer die Lage mit 42 Punkten zwar sehr positiv, aber um 8 Punkte schlechter als die Auftraggeber. Die Entwicklung der Marketing-Investitionen schätzen 38 Prozent der Dienstleister als gut ein. 54 Prozent erwarten eine befriedigende Entwicklung.

Auffallend sind bei der Frage des Monats die geringen Erwartungen an das iPad. Auf die Frage, "Läutet das iPad von Apple den Abgesang der klassischen Printmedien ein?", antworteten 92 Prozent mit Nein (Auftraggeber: 87 Prozent; Auftragnehmer: 94 Prozent).

Ausführliche Informationen zum Marketing Barometer gibt es bei: HORIZONT.

Fachliche Beratung und Konzeption: Dr. Ottmar Franzen, Konzept & Markt GmbH.

Das letzte Marketing Barometer finden Sie im Archiv.

 


Detailauswertung mit Auftraggeber- und Auftragnehmer-Index

Marketing Barometer Februar 2010 Frage des Monats Antwort Prozent
Gesamt-Index 46 Alle Befragten JA
NEIN
8%
92%
Auftraggeber-Index 50 Auftraggeber JA
NEIN
13%
87%
Auftragnehmer-Index 42 Auftragnehmer JA
NEIN
6%
94%

Hier die Werte im Einzelnen:

 

Total:

Wie beurteilen Sie die derzeitige Geschäftslage in Ihrem Unternehmen?
gut 52% befriedigend 39% schlecht 9%

Wie schätzen Sie Ihre Erwartungen hinsichtlich der Marketing-Investitionen bei Ihren
Auftraggebern / Ihrem Unternehmen ein?

gut 38% befriedigend 54% schlecht 9%

Wie schätzen Sie die zukünftige Geschäftsentwicklung
Ihres Unternehmens ein?

gut 69% befriedigend 27% schlecht 4%



Frage des Monats

Läutet das neue iPad von Apple den Abgesang der klassischen Printmedien ein?

Ausgewählte Antworten der Marketing-Experten:

"Das neue iPad wird wie die Gutenberg Bibel vor 555 Jahren einen neuen medialen Standard setzen, der immer mehr die Printmedien verdrängen wird."

Christoph Fay, Leiter Konzern Hochschulmarketing, Deutsche Lufthansa AG

"Anfangs nein, langfristig ja! Innovation ist mehr als ein neues Gerät. Das iPad wird aber sicher bald Gesellschaft haben. Haptische Medien wird es noch eine lange Zeit geben. Allerdings wird der Fokus ob digital oder klassisch zukünftige über die Ausrichtung und die Zielgruppenwahl gesteuert werden."

Markus O. Huber, Leiter Innovation und neue Geschäftsfelder, Rhein-Main Verkehrsverbund GmbH

"Nein, denn der Beginn des Abgesangs vieler klassischer Printmedien hat bereits stattgefunden. Ein schleichender Prozess bei allen Titeln, bei denen Geschwindigkeit der Erfolgsfaktor ist. Keine Evolution, sondern eine Revolution in der Kommunikation."

Claudia Cullom, Head of Marketing Germany, ING Investment Management

"Das iPad ist ein weiteres Gadget von Apple, dass bestehende Technologien innovativ und mit viel Sex-Appeal vereint. Wird es Erfolg haben: Ja. Abgesang der kl. Printmedien: Nein, es bleibt ein Nischenprodukt."

"Es stellt lediglich eine weitere Möglichkeit der Informationsbereitsstellung dar. Das gedruckte Buch und auch die Zeitungen werden das iPad genauso überleben wie das Internet. Dennoch sollten sich die Verlage genau überlegen, wie Sie den Content (und vor allem mit welchem Geschäftsmodell) zur Verfügung stellen."

Christian Kersten, Executive Director, Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH

"Die klassischen Printmedien wurden schon mehrfach totgesagt und haben - wenn auch mit der Zeit geschwächt - überlebt. Auch das iPad wird nichts daran ändern, dass bestimmte Zielgruppen nach wie vor Print bevorzugen."

"Das iPad ist mehr Metapher des Bedeutungsverlustes von Print denn ihr Auslöser. Print wird schrumpfen, aber nicht verstummen."

Kai Hattendorf, Bereichsleiter Unternehmenskommunikation, Messe Frankfurt GmbH

"Das ipad ist nichts anderes als ein großes iphone."

Patrick W. Diemer, Vorsitzender der Geschäftsführung, Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH

"Weil das Erlebnis Print mit einem Grundbedürfnis nach Entschleunigung and Entspannung/Ablenkung korrespondiert."

"Weil Printmedien ihren eigenen Charme haben und auch nicht vom Internet verdrängt wurden (wie zuweilen angenommen). Das iPad und seine vielen Nachahmer werden ganz sicher einen festen Kundenstamm finden, aber das Ende der Printmedien sehe ich dahinter nicht."

Alexander C. Schmidt, Director Global Braun Hair Care , Procter & Gamble

"Auf lange Sicht ganz bestimmt. Diese Innovation verbindet gewohntes Verhalten mit einem universellen Zusatznutzen - wie vor 20 Jahren die mobile Telefonie. Alle Zeitungen der Welt zum Mitnehmen und Lesen überall - wunderbar!"

Dr. Ottmar Franzen, Geschäftsführer, Konzept & Markt GmbH

"die klassischen printmedien hatten schon VOR dem ipad ein problem. das ipdad verstärkt dies vielleicht. eingeläutet wurde es vor geraumer zeit. wobei ich abgesang" relativieren möchte. im gegensatz zur aktuellen überflutung sollten und werden sich printmedien spezialisieren müssen. das ganze in kombination mit print und web und man erhält einen ganzheitlichen und gesunden informationspool."

Thomas Margraf-Angotti, Inhaber, tma pure werbeagentur | internetagentur

"Lesen entspannt - am Bildschirm aber nicht!"

Dr. Gero Schwenk, Gründer, Aquinas Marketing Engineering

"Als Computer damals auf den Markt kamen, wurde das Buch tot gesagt. Heute ist es lebendiger denn je! Papier hat eine eigene Qualität, ein eigenes Ritual."

Katharina Starlay, Corporate Imageberaterin + Modedesignerin, Starlay Corporate Couture

"Das Ganze ist ein von Apple clever geschaffener Hype aber auch nicht mehr!"

Albert Klein, Geschäftsführer, InsightOut GmbH

"Das hängt davon ab, wie die Print-Medien sich auf das Nebeneinander mit den digitalen Medien einstellen - Eine intelligente Nutzung der digitalen Medien kann Hunger auf Print machen."

Michael Mollenhauer, Vorstand, mmc AG

"Ex-Microsoft-Chef Bill Gates sagt, es sei kein großer Wurf gelungen. Es bleibt abzuwarten ob außer den Apple-Fans die breite Masse zugreifen wird. Ich bin da eher skeptisch. Das iPad ist irgendwas zwischen einem Notebook und einem Mobiltelefon. Wenn man beides hat, wozu also noch ein Gerät anschaffen, das fast alles ein bisschen kann, aber nichts richtig?"

Joachim Hedderich, Inhaber, Hedderich Frankfurt

"Das iPad wird eine wichtige Ergänzung und kann sogar befruchtend auf Printmedien wirken."

Michael Meckel, Geschäftsführer, Trifels Verlag GmbH

"Das Erlebnis des Lesens und Blätterns ist für den Menschen fast ein Urinstinkt."

"Die Nutzung der Medien ist keine Frage von entweder oder", sondern ein UND. Eine Parallelverwendung, abhängig von der spezifischen Verfassung/Situation wird es immer geben."

Beate Hofmann, Gesellschafterin, Strategiesalon GmbH

"das iPad ist zu nah am iPhone und nicht wirklich besser. Es wird noch ein paar Evotutionsstufen brauchen, bevor der Zeitschriftenkonsum auf die Digitale Ebene geführt werden kann."

Martin Schitto, Geschäftsführer, Schitto Schmodde Werbung GmbH

"Die klassischen Medien, insbesondere Print werden noch lange Bestand haben, Sie müssen sich nur durch diese innovativen Produkte neu inszenieren."

Alexander Hornikel, Hornikel Unternehmensberatung

"Das stöbern und überschlagen von Artikeln und Nachrichten ist immer noch komfortabler im Print-Umfeld und ein iPad würde sich auch keiner bei Regen über dem Kopf halten!"

Jörn Eickholt, Inhaber, Eickholt Consulting

"Meine Sonntagszeitung werden sie nicht ersetzen, meinen täglichen Medienkonsum jedoch schon beeinflussen. Mit übergeschlagenen Beinen entspannt im Internet surfen und Zeitung lesen", das hat schon etwas für sich. Tablet-Geräte erschließen den Printmedien die dringend benötigten neuen Erlösquellen. So gesehen wird das iPad ein Heilsbringer."

Claudio Montanini, Geschäftsführer, PSM&W Kommunikation GmbH

Über das Frankfurter Marketing Barometer®:

Seit vielen Jahren dienen Indices zum Geschäftsklima der Bewertung der Konjunktur. Ihre Relevanz gewinnt insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten an Bedeutung.

Als Marktführer innerhalb des Deutschen Marketing-Verbands repräsentieren wir mit unseren knapp 1.000 Mitgliedern, darunter hochkarätige Marketing-Entscheider, Wirtschaftsführer und Multiplikatoren, unsere Branche.

Das Rhein-Main-Gebiet mit der „Marketing-Hauptstadt Frankfurt“ steht darüber hinaus für die wirtschaftsstärkste und international bestens vernetzte Dienstleistungsregion in Deutschland. Mit dem Frankfurter Marketing Barometer® ermittelt der Marketing Club Frankfurt einen Frühindikator für die wirtschaftlichen Erwartungen im Marketing. Marketiers nehmen wirtschaftliche Veränderungen besonders frühzeitig wahr: Beim drohenden Abschwung werden als erstes die Marketing-Budgets gekürzt, beim zarten Aufschwung florieren die Marketing-Investitionen – Marketiers sind Seismologen der Wirtschaft.

Die Idee besteht darin, die Marketingkonjunktur als Frühindikator wirtschaftlicher Prosperität zu deuten. Dabei unterscheiden wir zwischen Marketing-Auftraggebern und -Auftragnehmern. Zusätzlich zur Abfrage der Wirtschaftsstimmung bzw. -erwartung stellen wir eine aktuelle Frage zu einem Tagesthema. Als Medienpartner für die Veröffentlichung des Marketing Barometer konnten wir HORIZONT gewinnen, die das Thema auch redaktionell aufbereiten. Die Umfrage findet einmal im Monat online statt und dauert nicht länger als eine Minute.


» Weitere Themen im Archiv

Login

NOCH KEIN MITGLIED?

Veranstaltungskalender 2012

Jan - Feb - März
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29        
       
 
Mitglieder
 
Mitglieder
& Gäste
 
Meine Veran-
staltungen

NEWSLETTER - JETZT ANMELDEN