Marketing Barometer August 2010
Spätsommerhoch beim Frankfurter Marketing-Barometer
Google Streetview polarisiert Marketiers des Marketing Club Frankfurt
„Profitiert das Marketing von Googles neuem Kartendienst Street View?"

Zu dieser Frage gab es im Monat August keine eindeutige Meinung bei den Marketiers des Marketing Club Frankfurt. Ja, sagen
51 Prozent der Befragten. Vor allem die Bereiche Tourismus, Immobilien und Stadtplanung werden die ersten Nutznießer dieses Dienstes sein. 59 Prozent sehen das Ganze etwas kritischer: Das Thema Google Streetview in Deutschland würde in den Medien sehr negativ bewertet. Das sei schlecht für die Akzeptanz dieses Dienstes bei den Zielgruppen. Somit sei eine unmittelbare Nutzung
für das Marketing noch nicht absehbar. Claudio Montanini, Präsident des Marketing Club Frankfurt: „Google Streetview polarisiert. Der
Nutzwert beschränkt sich zur Zeit vor allem auf First Mover und Unternehmen, die sich im Umfeld der aktuellen Debatte profilieren möchten. Einen faszinierenden Ausblick auf die neue Dimension des Marketings rund um standortbezogene Dienstleistungen bietet die Technologie allemal." Eine erfreuliche Steigerung weist die Umfrage zur Geschäftslage und -entwicklung auf. Die Hälfte aller Befragten hält die derzeitige Geschäftslage momentan für gut, sogar 70 Prozent schätzen die zukünftige Geschäftsentwicklung positiv ein. Auch die Erwartungen hinsichtlich der Marketing- Investitionen ist um gut 10 Prozentpunkte im positiven Bereich gewachsen. Damit steigt das
Marketing-Klima auf erfreuliche 55 Prozent auf der Skala. Die nächste Umfragewelle wird zeigen, ob auf den schönen Sommer ein goldener Herbst folgt.
Ausführliche Informationen zum Marketing Barometer gibt es bei: HORIZONT.
Fachliche Beratung und Konzeption: Dr. Ottmar Franzen, Konzept & Markt GmbH.
Das letzte Marketing Barometer finden Sie im Archiv.
Detailauswertung mit Auftraggeber- und Auftragnehmer-Index
| Marketing Barometer | August 2010 | Frage des Monats | Antwort | Prozent |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt-Index | 60 | Alle Befragten | ja nein |
41% 59% |
| Auftraggeber-Index | 59 | Auftraggeber | ja nein |
22% 78% |
| Auftragnehmer-Index | 60 | Auftragnehmer | ja nein |
53% 47% |
Frage des Monats
„Profitiert das Marketing von Googles neuem Kartendienst Street View?“
Ausgewählte Antworten der Marketing-Experten:
„Google Street View addiert eine neue Facette zu den Möglichkeiten des Online Marketing. Wenn sich die PR-Wogen geglättet haben, wird der Service seine Berechtigung beweisen können. Marketing generell profitiert von allen Instrumenten, die es schaffen relevant mit Konsumenten zu interagieren.“
Tobias Kirchhofer, Geschäftsführer, BlueMars
„Spezielle Branchen sicher (Immobilien, Tourismus), insgesamt wird die Platzierung von Webeflächen besser einschätzbar sein.“
Ludwig Hoos, Inhaber, Ludwig Hoos Ideen & Produkte
„Da Authentizität von Unternehmen im Hinblick auf Qualität und Werte am Besten im Alltag sichtbar wird und dies anhand der 'Natura'-Aufnahmen dokumentiert wird.“
Nicole M. Pfeffer, Beraterin Sales & Marketing, Trainer, Coach, MmP - Marketing mit Pfeffer
„Mobiles Marketing unter Nutzung von Ortungsdiensten ist eines der heissesten Themen auch oder besonders für kleine Unternehmen im Endverbraucherbereich. Dazu passt Streetview einfach hervorragend.“
Dirk Maur, Geschäftsführer, 100 Grad Kommunikation GmbH
„Durch die schlecht geführte Datenschutz Diskussion wird dieser Dienst in Deutschland zu kritisch beobachtet.“
Jobst Heinermann, Geschäftsführer, denkform gmbh
„Im Moment wird das Thema Google Streetview in den Medien sehr negativ diskutiert. Das ist schlecht für die Akzeptanz dieses Dienstes bei den Zielgruppen.“
Albert Klein, Geschäftsführer, InsightOut GmbH
„Wir arbeiten intensiv daran, unsere selbständigen Vermögensberater möglichst optimal in der führenden Suchmaschine Google auffindbar zu machen. Street View bietet hier ggf. eine interessante Erweiterung, z.B. die reale Sicht auf eine Repräsentanz oder eines unserer Berufsbildungszentren.“
Jürgen Eric Schmid, Abteilungsleiter Online Marketing, Deutsche Vermögensberatung AG
„Auf jeden Fall langfristig, wenn die Nutzer die Vorteile des neuen Dienstes erkannt haben.“
Dr. Ottmar Franzen, Geschäftsführender Gesellschafter, Konzept & Markt GmbH
„Bestimmte Branchen (Tourismus, Immobilien) mögen von den Abbildungen profitieren, da man sich vorab über Objekte (Immobilien) oder Zielgebiete (Tourismus) informieren kann. Für andere Branchen halte ich das Gerede für das typische Aufbauschen einer angeblich neuen Sau, die man jetzt durch´s Dorf treiben kann. Weil auf Biegen und Brechen neue Säue her müssen. Ähnlich wie die Social-Media-Plattformen plötzlich der heilige Marketing-Gral sein sollen. Und alle, die das für dummes Zeug halten, als ausgestorben gelten... Die Google-Street-View-Aufregung wird sich auch wieder legen. Denn es wird zeitnah ein paar neue Säue geben... Gruß, Lutz Thümmel“
Lutz Thümmel, Inhaber, FACE 2 FACE COMMUNICATION
„im bereich stadtplanung, immobilien und tourismus wird mit streetview eine völlig neue facette der destinationsvermarktung aufgetan.“
Martin Schitto, Geschäftsführer, Schitto Schmodde Werbung GmbH
„Aufgrund der negativen Presse sollte man hier vielleicht besser zunächst die "Finger" von lassen, ansonsten steht man vielleicht selber im Rampenlicht. Zudem wird es nur für wenige Industrien bzw. Bereiche interessant sein (z.B. Immobilienmakler).“
Jörn Eickholt, Inhaber, Eickholt Consulting
„Das Thema Street View ist zumindest in Deutschland mittlerweile zu negativ besetzt.“
Dr. Katharina Vocke-Schöhl, Lehrbeauftragte für Marketing und Bankmarketing, Frankfurt School of Finance & Management
„Wahrscheinlich wird das klassische Marketing nicht unmittelbar profitieren. Vermutlich bleibt streetview zunächst ein nettes Gimmick. Als erste werden wohl SEM Agenturen profitieren, die Werbeeinblendungen auf Street View zusätzlich anbieten können.“
Michael Meckel, Geschäftsführer, Trifels Verlag GmbH
„In Zusammenhang mit Geomarketing, Location Based Services und Sozialen Netzen liefert Street View einen weiteren Mosaikstein auf dem Weg zu größerer Konsumententransparenz“
Marcus Gebauer, Inhaber, cuinco© - Agentur für Customer Intelligence Consulting
„Nein, höchstens in der Immobilienbranche.“
Anette M. Quentel, Partnerin, Fremde Federn · Köddermann & Quentel GbR
„Für Google selbst ist Street View und der Medienrummel sicherlich ein Marketing, dass sich viele Wettbewerber in diesem Bereich wünschen würden. Eine praktische Anwendung im B2B Marketing für den Finanzdienstleistungsbereich sehe ich momentan noch nicht. “
Markus Solmsdorff, Business Development Manager, Postbank P.O.S. Transact GmbH
„Über die Ansicht einer Lokation (außer vielleicht Neuschwanstein oder so) wird wohl kaum Geschäft regeneriert.“
„Weil wir daraus keinen seriösen Nutzen generieren können.“
Martin Eichhorn, Geschäftsführer, Competition Partner Event GmbH
„Der Verkauf des Einblendens von Firmenlogo's zeigt bereits erste Marketing-Möglichkeiten. Wobei in erster Linie sicherlich google selbst profitieren wird.“
Beate Hofmann, Gesellschafterin, Strategiesalon GmbH
„Neue Dinge eröffnen immer Chancen für pfiffige Marketiers.“
Dipl.-Vw. Wolfgang Grüber, Inhaber, GRÜBER Werbeagentur
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Über das Frankfurter Marketing Barometer®:
Seit vielen Jahren dienen Indices zum Geschäftsklima der Bewertung der Konjunktur. Ihre Relevanz gewinnt insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten an Bedeutung.
Als Marktführer innerhalb des Deutschen Marketing-Verbands repräsentieren wir mit unseren knapp 1.000 Mitgliedern, darunter hochkarätige Marketing-Entscheider, Wirtschaftsführer und Multiplikatoren, unsere Branche.
Das Rhein-Main-Gebiet mit der „Marketing-Hauptstadt Frankfurt“ steht darüber hinaus für die wirtschaftsstärkste und international bestens vernetzte Dienstleistungsregion in Deutschland. Mit dem Frankfurter Marketing Barometer® ermittelt der Marketing Club Frankfurt einen Frühindikator für die wirtschaftlichen Erwartungen im Marketing. Marketiers nehmen wirtschaftliche Veränderungen besonders frühzeitig wahr: Beim drohenden Abschwung werden als erstes die Marketing-Budgets gekürzt, beim zarten Aufschwung florieren die Marketing-Investitionen – Marketiers sind Seismologen der Wirtschaft.
Die Idee besteht darin, die Marketingkonjunktur als Frühindikator wirtschaftlicher Prosperität zu deuten. Dabei unterscheiden wir zwischen Marketing-Auftraggebern und -Auftragnehmern. Zusätzlich zur Abfrage der Wirtschaftsstimmung bzw. -erwartung stellen wir eine aktuelle Frage zu einem Tagesthema. Als Medienpartner für die Veröffentlichung des Marketing Barometer konnten wir HORIZONT gewinnen, die das Thema auch redaktionell aufbereiten. Die Umfrage findet einmal im Monat online statt und dauert nicht länger als eine Minute.






